Archive for the ‘Inside Hauptstadtläufer’ Category

Der vierte Platz

Samstag, März 12th, 2011

Carsten wurde bei den Hallen-Europameisterschaften in Paris Vierter über 1500m. Es war das beste Ergebnis der Deutschen Nationalmannschaft im Bereich Lauf. Wir haben bislang trotzdem noch nicht über den Ausgang dieser kontinentalen Meisterschaften berichtet, weil wir Carsten selbst zu Wort kommen lassen wollten…

Mit einigen Tagen und tausenden Kilometern Abstand fällt es mir jetzt etwas leichter, über die Hallen-Europameisterschaften in Paris zu berichten. Klar, zunächst war ich enttäuscht über den vierten Platz. Vierter zu sein und die ersehnte Medaille so knapp nicht zu erlaufen, das musste ich erst einmal verdauen. Zumal ich als einziger Athlet in der Deutschen Nationalmannschaft mit einem vierten Rang nach Hause flog.

Hier in Südafrika hatte ich Zeit um nachzudenken und zu dem Entschluss zu kommen: Alles super gelaufen!

Man muss ein Ergebnis immer in seinem Kontext sehen und bewerten: Ich habe nie eine volle Hallensaison angestrebt. Von einem gezielten Trainingsaufbau für die Europameisterschaften kann nicht die Rede sein.

Bis Mitte Dezember habe ich an meiner Architektur-Diplomarbeit gearbeitet und nur verhalten trainiert. Ich habe zu Silvester meinen 30. Geburtstag in Trier gefeiert und bin dann für zwei Wochen ins Skilanglauf-Trainingslager nach Norwegen gefahren. Dort habe ich viele Stunden auf Skiern verbracht und wenige in Laufschuhen. Zurück in Berlin bin ich bei den Berlin-Brandenburgischen Hallen-Meisterschaften auf Anhieb 3000m unter acht Minuten gelaufen. Danach war ich für zwei Wochen erkältet. Pünktlich zum Hallenmeeting in Stuttgart war ich wieder gesund und bin die Norm für die Europameisterschaften leogelaufen. Erst danach haben mein Trainer Roland Wolff und ich uns überlegt, in der noch verbleibende Zeit für die Europameisterschaften und nicht für die Deutschen Crosslauf-Meisterschaften in meiner Heimat zu trainieren.

Mein Ziel für Paris war der Finaleinzug. Das habe ich geschafft. Ich habe sogar meinen Vorlauf im Schlußsprint gewonnen. Ich denke, dass ich im Finale noch nicht vollständig vom Vorlauf erholt war und deswegen die schnelle Pace, die ein mir unbekannter türkischer Läufer dem Feld aufdrückte, nicht gut vertragen habe. Normalerweise stehe ich zwei Läufe in zwei Tagen gut durch, allerdings fehlte mir diesmal der lange und gezielt Trainingsaufbau im Vorfeld. Die Bronzemedaille war dennoch möglich!

Ich habe auf der letzten Runde zu viel Kraft vergeudet, indem ich nicht konsequent und früh genug angegriffen habe. Ich habe mich verzettelt in einen Positionskampf mit dem Polen Bartosz Nowicki. Auf der Gegengeraden der letzten Runde wollte ich an ihm vorbeilaufen. Aber ich kam nicht vorbei. Deswegen habe ich in der Kurve zur Zielgeraden noch einmal etwas Geschwindigkeit rausgenommen und mich hinter den Polen geheftet, um möglichst lange einen kurzen Weg auf der Innenbahn zu laufen. Auf der Zielgeraden bin ich dann nicht schnell genug wieder auf Geschwindigkeit gekommen. Bartosz Nowicki war zudem etwas unfair immer weiter nach Außen gelaufen, um mir ein Vorbeilaufen zu erschweren. Am Ende haben wenige Zentimeter gefehlt.

Jetzt hat die Vorbereitung auf die Sommersaison begonnen. Ich bin mit den Hauptstadtläufern wieder in Südafrika. Jetzt bereite ich mich richtig vor.

Carsten

Umzug

Freitag, März 11th, 2011

Mitten im Trainingslager sind wir Hauptstadtläufer umgezogen. Warum und Wohin?

Nun, seit längerer Zeit hatten wir größere Probleme mit der Performance des Servers auf dem unser Blog gehostet wurde. Das haben wir nun geändert. Wir sind heute auf einen neuen schnelleren Server umgezogen. Das Blog sollte jetzt wesentlich schneller geladen werden und dadurch größeren Surfspaß bringen.

In den nächsten Tagen werden wir weitere Änderungen am Blog vornehmen. Insbesondere werden wir alle Daten auf den aktuellen Stand bringen.

Die Hauptstadtläufer aus Südafrika

Entspannung im Park

Freitag, März 4th, 2011

Christoph und ich haben heute das tolle Wetter in Paris genutzt und sind noch ein klein wenig im Park spazieren gewesen. Wir haben uns einen Kaffee und ein paar ungewöhnliche Kekse gekauft.

Nach all der Entspannung und viel frischer Luft sehen wir mit Freude dem morgigen Wettkampf entgegen.

Christoph Lohse und Carsten Schlangen entspannen im Park

Christoph Lohse und Carsten Schlangen entspannen im Park

Die Startlisten wurden heute noch einmal aktualisiert. Ich werde also voraussichtlich im dritten von drei Vorläufen starten. Der Lauf wird sicherlich keine leichte Aufgabe, denn mit Yoann Kowal und Juan Carlos Higuero sind zwei sehr gute Läufer mit in meinem Vorlauf.

Also, Daumen drücken: Einen für Paris und einen für die Hauptstadtläufer in Löningen. Carsten

Christoph Lohse, die Stadt der Liebe und das vermutlich kleinste Hotelzimmer der Stadt

Freitag, März 4th, 2011

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Gestern Nachmittag bin ich in Paris angekommen. Zunächst einmal war ich überrascht von der Unterkunft. Hatte ich noch am letzten Wochenende in Leipzig ein Zimmer, dass mir viel zu groß und dekadent erschien, so erwartete mich hier genau das Gegenteil: das Zimmer ist gerade einmal so groß, dass zwei Betten hineinpassen. Platz zum Gehen oder zum Stellen der wenigen Habseligkeiten ist nicht vorhanden.

Christoph und ich ertragen es mittlerweile mit Humor. Schließlich leben die schnellen Afrikaner daheim auch nicht in Palästen. Es wird uns also nur hart machen.

Wir versuchen so häufig wie möglich, dem kleinen Zimmer zu entkommen. Aber auch diese Freizeitgestaltung kommt nicht immer ohne Nachteile. So schlug gestern ein Cappuccino und ein Stück Apfelkuchen in einem Bistro mit neun Euro zu Buche.

Heute beginnen die Wettkämpfe. Somit werden die Freizeitmöglichkeiten ausgedehnt. Christoph und ich werden gleich den Vorlauf über 3000m anschauen und dabei unserem Kollegen Jonas Hamm die Daumen drücken.

Carsten

Carsten läuft ins Finale

Mittwoch, Juli 28th, 2010

Heute lief Carsten im Vorlauf bei der EM in Barcelona ein beherztes Rennen und wurde mit dem Einzug ins Finale belohnt. Wir sind gespannt was er dort am Freitag um 22 Uhr gegen starke Konkurrenz zu bieten hat. Stay tuned…

Training in der ‘Schweiz’

Dienstag, Mai 18th, 2010

Wir Hauptstadtläufer haben das verlängerte Himmelfahrts-Wochenende genutzt, um uns für die anstehenden Wettkämpfe in Dessau, Baunatal und Cuxhaven in Form zu bringen. Dazu reisten Sebastian Dennis, Carsten Schlangen, Lars Kröger und Roland Wolff nach Malente.

Trainingslager Malente - Hauptstadtläufer

Malente???

Bevor wir am Dienstag letzter Woche aufgebrochen sind, wurde uns eine Frage immer wieder gestellt: Wo liegt Malente?

Einige Hauptstadtläufer haben sich den Spaß erlaubt und diese Frage nicht gleich aufgelöst, sondern vom Geographie-Unwissenden eine Schätzung eingefordert. Ähnlich den Trainingsfrei-Fragen unseres Trainers Roland Wolff haben wir uns  in den falschen Antworten gesonnt.

Nein, Malente liegt weder in Italien, noch ist Malente eine kanarische Insel…sondern ein kleiner Ort in der malerischen Landschaft der ‘Holsteinischen Schweiz’.

1974 und 1990 bereiteten sich hier unsere ranghöchsten Kicker auf die Weltmeisterschaften vor und errangen getrieben vom  ‘Geist von Malente’ zweimal den WM-Titel. 

Der Sport hat sich verändert – vor Allem der Fussball. Malente scheint zu hart zu sein für die verwöhnten Kicker… Zugegeben, das Wetter war hart zu uns Hauptstadtläufern – dafür der Waldboden umso weicher. Wir haben den Wald und das profilierte Gelände für einige schnelle Fahrtspiele genutzt. Auf der alten Aschebahn und auf der neu angelegten Tartanbahn  wurden die Trainings-Klassiker von Roland Wolff gelaufen.

Heimat

Einen ganz anderen Grund nach Malente zu reisen hatte Roland Wolff. Der gebürtige Sielbecker erkundete intensiv seine Geburtsheimat mit dem Leihfahrrad und sprach mit Einheimischen über die Geschichte von Sielbeck.

Ferne

Merlin Rose nutzte seinen Studienaufenthalt in Paris – und das bessere Wetter – um intensiv zu studieren und zu trainieren.

Wir Hauptstadtläufer freuen uns jetzt auf die Sommersaison.

Zusammenfassung der letzten Woche

Samstag, Mai 8th, 2010

Es ist viel passiert in der letzten Woche. So viel, dass wir neben Wettkämpfen, Unistress und Training bislang keine Zeit gefunden haben, Euch davon zu berichten. Aber alles der Reihe nach…

3. Berliner Läufermeeting ‘Krumme Strecken’

Am 1. Mai zog es ganz Berlin gen Prenzlauerberg. Die Hauptstadtläufer kehrten die Richtung um und drehten ihre ganz eigenen  ‘Krummen Dinger’ in Marzahn. Im Stadion an der Allee der Kosmonauten standen für Carsten Schlangen, Sebastian Dennis, Lars Kröger und Merlin Rose zur Abwechslung 600m auf dem Wettkampfprogramm.

Vom Start weg führte Merlin das Feld an – dicht gefolgt von Carsten. Die 400m Marke wurde in 51 Sekunden passiert. Auf den letzten 100m ereignete sich ein Kopf an Kopf-Rennen der beiden Hauptstadtläufer, welches Carsten in 1:19,6 Minuten knapp für sich entscheiden konnte. Sebastian folgte mit leichtem Abstand.LAC Läufermeeting 600m- StartAus Trainingszwecken liefen Carsten und Sebastian eine Stunde später die klassische Meile. Carsten konnte den zweiten Sieg der Hauptstadtläufer an diesem Tag erlaufen. Wenig später belegte Merlin in 36,66 Sekunden abschließend einen zweiten Platz über 300m.

Neu-Hauptstadtläufer Lars Kröger hatte an diesem Tag leider wenig Glück. Eine starke Erkältung bremst eben auch die Größten.

25. Straßenlauf durch Frohnau

Nur einen Tag später stellte sich Sebastian dem 10km beim Straßenlauf durch Frohnau. In 32:40 Minuten konnte er den Lauf sicher und ungefährdet für sich entscheiden.

Berlin- Brandenburgische Meisterschaften 4x400m

Traditionell stellte Merlin sich am vergangenen Mittwoch, mit den Sprintern der LG Nord, der Berliner Konkurrenz über 4x400m. Chancenlos auf den Sieg ergab sich jedoch ein spannender Kampf um Platz drei zwischen der LG Nord Staffel und der Staffel des StG BSC-Spandau, den die Nord’ler mit 15 Hundertstel leider knapp verloren.

Im Großen und Ganzen war es ein gelungener Start in die Saison. Die ersten Rennen waren eine gute Standortbestimmung.

Wir Hauptstadtläufer hoffen nun nur noch auf besseres Wetter. Denn Dauerregen und 8°C geben derzeit leider nur sehr wenig Möglichkeiten für schnelle Trainingsläufe.

Die Redaktion der Hauptstadtläufer (Merlin+Carsten)

Johannes Riewe holt Bronze bei den Belgischen Hochschulmeisterschaften in Gent

Montag, März 22nd, 2010

Zum Abschluss der Wintersaison ging es für den Belgischen „Hauptstadtläufer“ Johannes Riewe zum ersten und einzigen Mal in die Halle. Nach einigen Crossstarts, u.a. beim Lotto Cross-Cup sowie auf heimischem Boden bei den Deutschen Crossmeisterschaften mit Carsten, Merlin und Sebastian vor zwei Wochen in Stockach, sollte ein erster Test über die 1500m bei den Belgischen Hochschulmeisterschaften zeigen, was im Sommer unter freiem Himmel möglich sein könnte.

Gent2 So wurde für das Rennen extra ein Tempomacher aus der eigenen Trainingsgruppe gestellt, der für Johannes und seinen Teamkameraden Koen Vandermarliere die ersten 1000m in 2:32 min. absolvieren sollte. Leider ließ sich Johannes direkt nach dem Start auf der Innenbahn einkeilen und der Zug samt Tempomacher lief ohne ihn davon. Nach kraftraubender Aufholjagd konnte Johannes zwar bei 1000m und einer Zwischenzeit von 2:34 min. aufschließen, hatte dann aber auf den letzten 500m nichts mehr zuzusetzen und musste sich auf die Verteidigung des dritten Platzes beschränken. Mit einer – angesichts dieser Renngestaltung – noch akzeptablen Zeit von 3:57 min. konnte Johannes wie bei den Universitären Crosslaufmeisterschaften im November eine Bronzemedaille auf Belgischem Terrain für die Katholische Universität Leuven gewinnen. Leider konnte er die Möglichkeit auf eine gute Zeit im Windschatten der beiden Erstplatzierten (Platz 1 für Ali Hamdi in 3:48 und Platz 2 für Koen Vandermarliere in 3:50 min.) nicht nutzen.

„Ich schließe die quasi eintägige Hallensaison heute mit einem lachenden (3. Platz) und einem weinenden Auge (Renngestaltung und Zeit) ab. Mein Blick richtet sich nun ausschließlich auf die kommende Sommersaison. Da darf mir dann so ein Missgeschick wie heute natürlich nicht passieren.“ Johannes Riewe nach seinem Rennen