Archive for the ‘Inside Hauptstadtläufer’ Category

Mützen- und Handschuhpflicht

Sonntag, April 1st, 2012

Zurück aus den warmen Gefilden des Südens müssen wir Hauptstadtläufer leider feststellen, dass der Winter die Hauptstadt noch fest im Griff hat. Am Wochenende gab es sogar mehrfach Schneeregen. :(

Für uns und für alle Läufer gilt:

Vorsicht! Mützen- und Handschuhpflicht beachten!

Ungemütliches Wetter in Berlin

Abreisetag

Freitag, März 30th, 2012

Es ist unausweichlich: Irgendwann kommt der Tag, an dem geht ein jedes Trainingslager zu Ende. Während wir Haupstadtläufer auch schon Trainingslager erlebt haben, in denen wir diesen Tag aus den unterschiedlichsten Gründen herbeigesehnt haben, so ist ein Abreisetag in Südafrika doch jedes Jahr aufs neue ein schmerzlicher Tag.

Wir Hauptstadtläufer haben daher über die Jahre feste Rituale entwickelt, die unsere Traurigkeit am Abreisetag aus Südafrika lindern sollen. Diese Rituale halfen uns am Mittwoch:

Sonne ins Gepäck!
Was wäre ein Trainingslager ohne Mitbringsel? Und welches Mitbringsel könnte zu dieser Jahreszeit in Deutschland wertvoller sein als Sonne? Wein, verwöhnt von der Sonne am Cape, ist dabei ein besonders geeignetes Medium. Also rein damit ins Gepäck!

Hartenberg Wein gehört ins Reisegepäck

Dazu vielleicht noch ein paar Cupcakes…

Hmmm, war ein Versuch wert, aber wohl nicht die beste Idee.

Lebensmittel aufbrauchen

Jedes Jahr wird sie zu Anfang eines Trainingslagers von unserem Trainer Rolly in den Einkaufskorb gelegt – und jedes Jahr übersteht sie leicht angegessen knapp zwei Wochen: Die gute Geflügelwurst! Am Abreisetag wird die vordere Kruste abgeschnitten und der Rest gebraten. LECKER!

Freude schenken!
So viel Sonne nimmt schnell viel Platz weg im Gepäckstück. Deshalb nutzen wir Hauptstadtläufer die Gelegenheit und tauschen unsere gebrauchten Laufschuhe ein gegen menschliche Freude. Zugegeben, es fällt sehr schwer, sich von einem Mizuno Laufschuh zu trennen, zumal die Schuhe wirklich robust sind, aber die Professionalität gebietet es, die Schuhe nicht bis zum Äußersten aufzubrauchen.

In diesem Jahr haben wir die Schuhe einem Angestellten in unserer Ferienwohnung geschenkt. Er hat sich SEHR über die bunten Schuhe gefreut und seine Freude tragen wir jetzt im Herzen mit in die Hauptstadt.

Neuen Freunden auf Wiedersehen sagen!
In diesem Jahr haben wir leider nicht ganz so viele Einheimische kennlernen können – es waren vermutlich einfach zu viele Deutsche zur selben Zeit in Stellenbosch ;).

In diesem Jahr sagen wir deshalb unserem Haushund Goodbye and Farewell. Ein Abschiedsbild mit uns allen wird nachgereicht, sobald Rolly seine Kamera in den Griff bekommen hat.

Mit Carsten im Gelände

Dienstag, März 27th, 2012

Wenn man Carsten beim Laufen, beim Radfahren oder in der Freizeit folgen möchte, muss man schnell sein und darf profiliertes Gelände nicht scheuen.

Tour-MapDies musste Merlin bei einer Mountainbike Tour durch den Nationalpark Jonkershoek am eigenen Leib erfahren, als Carsten ihm “nur mal eben” ein Paar seiner fast täglichen Laufrunden zeigen wollte. Am Ende standen nach zwei Stunden knapp 2400 Höhenmeter auf der Smartphone Tracking-App und Merlin war fix und fertig. Neben den sehr steilen Anstiegen boten sich aber traumhafte Panoramen und Aussichten und Merlin wurde für die harte Arbeit entlohnt.

Auch bei einem Ausflug ins Hinterland in Richtung Franschhoek konnte Carsten beim Anblick der Berggipfel nicht einfach ruhig im Auto sitzen bleiben und die Aussicht genießen. Er musste unbedingt ganz hoch hinaus. Zu diesem Zeitpunkt war nur Micha in der Lage, ihm zu folgen.

Ein kurzer Videozusammenschnitt zeigt die Torturen mit Carsten im Gelände.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Und hier noch ein paar Impressionen.

Auf den Hund gekommen…

Samstag, März 24th, 2012

Wenn wir in Südafrika müde und geschafft vom Training zurückkehren, werden wir und ganz besonders Micha immer schon sehnsüchtig am Eingangstor  unseres Appartements erwartet. Wir sind auf den Hund gekommen!

Hauptstadtläufer bei den Deutschen Crossmeisterschaften

Freitag, März 9th, 2012

Carsten und Micha beim Cross

Morgen, am Samstag den 10.03., starten vier Hauptstadtläufer bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Ohrdruf.

Die 4,1 km lange Strecke wurde bereits von uns in Augenschein genommen. Sie wurde von Carsten als sehr anspruchsvoll bewertet. Die 800m-Läufer Micha und Merlin einigten sich darauf, dass die Strecke vor allem sehr lang ist. Sebastian wird sich morgen überraschen lassen müssen, weil er erst später vom Praktikum aus Köln anreiste. Wir sind uns dennoch einig, dass wir uns auf die Herausforderung freuen. Und wenn Kaiser Roland nicht das Rennen verschläft, wird er auch seinen Spaß haben.

Berlin- Brandenburgische Crossmeisterschaften

Samstag, November 5th, 2011

Heute, am 04. November, fanden in Ludwigsfelde die Berlin- Brandenburgischen Crossmeisterschaften statt.

Hauptstadtläufer an der StartlinieCarsten, Johannes, Sebastian, Micha und Merlin stellten sich der Konkurrenz über die Mittlestreckendistanz von 4,6 km. Auf den vier Runden konnten die Hauptstadtläufer, trotz des bislang eher leichten Trainings, ihre Dominanz demonstrieren. Bei Sonnenschein und trockenen Verhältnissen setzte sich Carsten schon früh vor Johannes an die Spitze des Feldes. Die Führung konnte Carsten bis ins Ziel ausbauen und gewann so den ersten Titel in der Wintersaison 2011/12 für die Hauptstadtläufer. Mit einem dritten und sechsten Platz von Johannes und Micha sicherten sich die Läufer der LG Nord Berlin auch die Goldmedaille in der Mannschaftswertung. Sebastian und Merlin sortierten sich auf Platz acht und zwölf ein und erfüllten damit ihre Erwartungen.

Auf dem Weg…

Donnerstag, Juni 2nd, 2011

Am Morgen nach dem Leichtathletik-Meeting ‘Anhalt 2011′ in Dessau sitzen wir Hauptstadtläufer in der Regionalbahn, auf dem Weg zurück nach Berlin. Die Stimmung der Gruppe ist trotz des heutigen Feiertages nicht ganz so heiter wie bei den übrigen Fahrgästen. Noch sieht man Merlin Rose, Sebastian Dennis, Micha Heidenreich und auch unserem Coach Roland Wolff die Anstrengungen des gestrigen Abends an. Auch bei mir ist das nicht anders.

Pflichtbewusst wie ich bin, beschließe ich für unsere Fans einen Blogeintrag zu schreiben – trotz aller Müdigkeit. Freundlich bitte ich Merlin und Micha für unseren Blog um ein kurzes Statement zu ihrem gestrigen 800m-Lauf. Merlin antwortet sofort: Er schüttelt den Kopf und murmelt so etwas wie “lass mich!” Die Zugfahrt geht weiter, die Zeit vergeht. Im schönen Thießen, irgendwo auf dem Weg zwischen Dessau und Berlin, beginne ich schließlich damit, ihr gestriges 800m-Rennen aus den wenigen Informationen der gestrigen Tischgespräche zu rekonstruieren. Man könnte auch sagen: Ich beginne, den Rennverlauf kreativ nachzuempfinden, denn aus Merlin und Micha ist einfach nichts herauszubekommen.

Hier also exklusiv für Hauptstadtläufer.de: Merlins und Michas 800m-Rennen – wie es (fast) wirklich war… Flott gingen Merlin und Micha in den Wettkampf. Zuerst war das Feld der Läufer auf den ersten 200m insgesamt sehr schnell. Doch genauso schnell wurde klar: An der Spitze des Feldes fehlte ein Tempomacher – und so verließ die Läufer zwischen 400 und 800m der Mut. Bei starkem Wind wollte niemand die undankbare Führungsposition übernehmen. Das Feld schob sich stark zusammen. Die Geschwindikeit wurde deutlich langsamer. Micha und Merlin waren eingekesselt. Sie konnten nicht so frei und ungestört laufen, wie es für eine Bestzeit nötig ist. Micha wurde mit 1:51,56min gestoppt. Merlin verlor auf den letzten 20m noch knapp eine Sekunde und kam mit 1:53,71min ins Ziel. Doch die Jungs sind zäh – und konzentrieren sich schon auf’s nächste Rennen.

Hatte es im 800m-Rennen keinen Tempomacher gegeben, gab es hingegen beim 1500m-Lauf im Vorprogramm des Meetings einen Pacemaker – und was für einen! Hauptstadtläufer Sebastian Dennis war noch am gleichen Tag in der Uni gewesen, nach den Vorlesungen mit dicken Skripten und Gesetzesbüchern nach Dessau gefahren, und heizte nun den 1500m Lauf an. Geschickt kontrollierte er als Tempomacher die Ungeduld einiger wilder Läufer bis zur 800m-Marke und konnte sich nach 1000m in seinen wohlverdienten Feierabend verabschieden.

Der 1500m-Lauf, in dem ich startete, wurde mit einiger Spannung erwartet. Besonders, weil ich bei der Pressekonferenz des Meetings vor einem Monat von einer möglichen Verbesserung des Stadionrekords von Haron Keitany gesprochen hatte. Stadionsprecher Wolf-Dieter Poschmann heizte das Publikum und die Läufer an. Drei Kenianer fühlten sich offensichtlich besonders angesprochen – und donnerten mit einem besonders ambitionierten Tempo die ersten 400m hinunter. Jonas Hamm war Tempomacher – von den Veranstaltern des Meetings bis 1100m engagiert. Doch er wurde überrascht und einfach überholt – obwohl er eigentlich an zweiter Position hinter dem ersten Tempomacher laufen sollte. Dieser eilte allerdings zusammen mit den drei Kenianern voraus.

Jonas Hamm gab sich alle Mühe, das Tempo gleichmäßig zu halten. An seiner Arbeit lag es also nicht, dass ich am Ende sowohl den Stadionrekord als auch die Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften in Daeugu verpasste. Vielmehr lag dies daran, dass die zweite Runde fünf Sekunden langsamer gelaufen wurde als die erste: Jonas Hamm ging nach 1100m aus dem Rennen. Ähnlich wie im 800m-Lauf wollte niemand die Führung übernehmen. Schließlich entschloss ich mich, den harten Weg zu gehen. Ich setzte mich an die Spitze und zog das Tempo hoch. In meinem Sog schleppte ich den Polen Bartosz Nowicki und den Österreicher Andreas Vojta mit. In meinem Windschatten sparte Nowicki Kräfte, die nutzte er dann auf der Zielgeraden: Er überholte mich – und gewannt mit 3:37,97min den Lauf. Mit 3:38,50min kam ich vor dem Österrreicher mit 3:38,55min ins Ziel. (Ergebnisse Leichtathletik.de)

Draußen zieht die Landschaft vorüber, bald ist die Zugfahrt beendet und die Hauptstadtläufer sind wieder in ihrer Hauptstadt. Doch eine Frage bleibt: Für wen sind die Qualifikationsnormen für die Weltmeisterschaften eigentlich gemacht? Nach dem Meeting in Dessau ist eines klar: Die hohe deutsche Norm dient vor allem den Läufern aller anderen europäischen Staaten. Denn sie garantiert, dass bei Deutschen Meetings ein hohes Tempo gelaufen wird. Zumindest dann, wenn eine Vize-Europameister verzweifelt vorwegläuft um seine Norm zu erreichen – und dabei alle anderen zu ihren viel niedrigeren Normen und neuen persönlichen Bestzeiten zieht.

Ansporteln für die Hauptstadtläufer

Samstag, Mai 14th, 2011

image505439603.jpgZwei Meistertitel für die Hauptstadtläufer in einer Woche.

Am vergangenen Samstag konnte die erste Staffel der Hauptstadtläufer mit Micha Heidenreich, Johannes Riewe und Carsten Schlangen im idyllischen Vehlefanz unweit der Hauptstadt den Berlin- Brandenburgischen Titel über 3x1000m erlaufen. Die zweite Mannschaft mit Merlin Rose, Sebastian Dennis und Samalya Schäfer musste sich leider mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.

Merlin und Micha hatten auf der Startposition ein paar Meter Vorsprung erlaufen. Diesen konnten unsere Läufer Sebastian und Johannes auf den zweiten 1000m dann leider nicht halten. Mit leichtem Rückstand auf die führende Staffel vom LAC Quelle Fürth musste Carsten auf die abschließenden 1000m gehen. Souverän spielte er seine Erfahrungen, die ihn über Jahre des Leistungssports gemacht haben, aus und lief die Lücke zu dem ehemaligen Hauptstadtläufer Falko Zauber (jetzt in Diensten einer bayrischen Auswahl) zu und setzte auf den letzten 300m noch einen drauf. Carsten führte die LG Nord Berlin mit einem harten Schlussspurt bei starkem Gegenwind mit etwa drei Sekunden Vorsprung zum sicheren Sieg.

Wenige Tage später hatten Micha und Merlin den nächsten Staffeleinsatz bei den Berlin- Brandenburgischen 4x400m Meisterschaften in Potsdam. Auch auf der Kurzdistanz konnten sie sich den Titel mit David Vitzthum und Philipp Bahn sichern.

Gut gewappnet geht es an diesem Wochenende zum 4. LAC- Läufermeeting in Berlin wo sich die Hauptstadtläufer über 300m, 600m und 1 Meile mit der Konkurenz messen werden.

Stay tuned!