Berlin- Brandenburgische Crossmeisterschaften

05. November 2011

Heute, am 04. November, fanden in Ludwigsfelde die Berlin- Brandenburgischen Crossmeisterschaften statt.

Hauptstadtläufer an der StartlinieCarsten, Johannes, Sebastian, Micha und Merlin stellten sich der Konkurrenz über die Mittlestreckendistanz von 4,6 km. Auf den vier Runden konnten die Hauptstadtläufer, trotz des bislang eher leichten Trainings, ihre Dominanz demonstrieren. Bei Sonnenschein und trockenen Verhältnissen setzte sich Carsten schon früh vor Johannes an die Spitze des Feldes. Die Führung konnte Carsten bis ins Ziel ausbauen und gewann so den ersten Titel in der Wintersaison 2011/12 für die Hauptstadtläufer. Mit einem dritten und sechsten Platz von Johannes und Micha sicherten sich die Läufer der LG Nord Berlin auch die Goldmedaille in der Mannschaftswertung. Sebastian und Merlin sortierten sich auf Platz acht und zwölf ein und erfüllten damit ihre Erwartungen.

Alternatives Training

24. August 2011

Seit einigen Tagen plagt mich eine kleine Verhärtung in der linken Wade. Aus Vorsicht bin ich deshalb auf koreanischem Boden bislang nur sehr wenig gelaufen. Gestern und Heute habe ich alternativ trainiert – vorwiegend auf dem Fahrrad-Ergometer. Hier ein kleines Bild von meinem Intervalltraining am Vormittag.

Digitalanzeige Ergometer

Alternatives Training auf dem Ergometer

Die Schonung ist morgen vorbei und ich werde wieder ins Lauftraining einsteigen. Bei normalen Spaziergängen ist der Schmerz in der Wade Heute zumindest nicht mehr zu spüren – ich hoffe, dass dies auch beim Laufen morgen so ist.

Also, Daumen drücken und bis morgen! Carsten

Angekommen auf Jeju

23. August 2011

Gestern Nachmittag bin ich nach einer langen und recht beschwerlichen Reise mit zwei Busfahrten und vier Flügen endlich auf der südkoreanischen Insel Jeju angekommen.

Heute früh habe ich als erste kleine Trainingseinheit einen Spaziergang zum Jeongbang Wasserfall gemacht. Ich musste feststellen, dass man schon beim normalen Gehen ordentlich ins Schwitzen kommen kann. Ich werde sicherlich ein paar Tage brauchen, bis ich mich an das feucht-warme Wetter in Korea gewöhnt habe.

Bis bald, Carsten

Carsten Schlangen am Jeongbang Wasserfall

Carsten Schlangen am Jeongbang Wasserfall

Deutscher Meister mit der Staffel

07. August 2011

Heute gibt es nach langer Zeit des Wartens endlich wieder etwas sehr Positives von unserem Team zu berichten. Gegen Ende der Saison haben wir noch einmal all unser Kräfte zusammengenommen und sind bei den Deutschen Staffelmeisterschaften über 3×1000m in Jena heute Meister geworden. Es ist der erste Meistertitel für die Hauptstadtläufer Johannes Riewe und Micha Heidenreich. Auch wenn es für Carsten Schlangen nicht der erste Titel mit der Mannschaft war, so war er doch gerührt von der Teamleistung:

“Ich bin einfach nur froh und dankbar, dass wir heute so eine geschlossene Teamleistung abrufen konnten. Jeder hat heute alles in den Lauf gelegt und gemeinsam haben wir den Titel hart erkämpft. Die Endzeit der Staffel kommt schon wieder verdächtig nah an ‘gute alte Zeiten’ heran. Ich freue mich jetzt auf ein sicherlich spannendes 800m Rennen und ein darauf folgendes kurzes Vorbereitungstrainingslager mit Micha und unserem Coach in Cuxhaven”

Das Video vom Lauf (leichtathletik-tv):

Carsten Schlangen führt LG Nord Berlin zum Sieg

07. August 2011

Auszug vom Bericht auf Leichtathletik.de

[...]

Die Startgemeinschaft Magdeburg-Halle machte zu Beginn des Rennens gehörig Tempo: Startläufer Tim Jurich setzte sich an die Spitze, Ronny Heck übernahm den Stab als Erster und übergab ihn als Erster an Schlussläufer Oliver Vogel. In Lauerstellung war da schon die LG Nord Berlin. Sie schickte als Letzten Carsten Schlagen, den Vize-Europameister über 1.500 Meter, ins Rennen. Der konnte Stück für Stück auf- und Oliver Vogel eine Runde vor Schluss überholen. In 7:08,22 brachte er den Staffelstab ins Ziel und holte seinem Team DM-Gold. Silber ging an die StG Magdeburg-Halle in 7:11,03 Minuten. Der Deutsche 800-Meter-Meister Sören Ludolph konnte auf der Zielgeraden einen Angriff von Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg) abwehren und sicherte der LG Braunschweig in 7:12,36 Minuten Bronze.

Auf dem Weg…

02. Juni 2011

Am Morgen nach dem Leichtathletik-Meeting ‘Anhalt 2011′ in Dessau sitzen wir Hauptstadtläufer in der Regionalbahn, auf dem Weg zurück nach Berlin. Die Stimmung der Gruppe ist trotz des heutigen Feiertages nicht ganz so heiter wie bei den übrigen Fahrgästen. Noch sieht man Merlin Rose, Sebastian Dennis, Micha Heidenreich und auch unserem Coach Roland Wolff die Anstrengungen des gestrigen Abends an. Auch bei mir ist das nicht anders.

Pflichtbewusst wie ich bin, beschließe ich für unsere Fans einen Blogeintrag zu schreiben – trotz aller Müdigkeit. Freundlich bitte ich Merlin und Micha für unseren Blog um ein kurzes Statement zu ihrem gestrigen 800m-Lauf. Merlin antwortet sofort: Er schüttelt den Kopf und murmelt so etwas wie “lass mich!” Die Zugfahrt geht weiter, die Zeit vergeht. Im schönen Thießen, irgendwo auf dem Weg zwischen Dessau und Berlin, beginne ich schließlich damit, ihr gestriges 800m-Rennen aus den wenigen Informationen der gestrigen Tischgespräche zu rekonstruieren. Man könnte auch sagen: Ich beginne, den Rennverlauf kreativ nachzuempfinden, denn aus Merlin und Micha ist einfach nichts herauszubekommen.

Hier also exklusiv für Hauptstadtläufer.de: Merlins und Michas 800m-Rennen – wie es (fast) wirklich war… Flott gingen Merlin und Micha in den Wettkampf. Zuerst war das Feld der Läufer auf den ersten 200m insgesamt sehr schnell. Doch genauso schnell wurde klar: An der Spitze des Feldes fehlte ein Tempomacher – und so verließ die Läufer zwischen 400 und 800m der Mut. Bei starkem Wind wollte niemand die undankbare Führungsposition übernehmen. Das Feld schob sich stark zusammen. Die Geschwindikeit wurde deutlich langsamer. Micha und Merlin waren eingekesselt. Sie konnten nicht so frei und ungestört laufen, wie es für eine Bestzeit nötig ist. Micha wurde mit 1:51,56min gestoppt. Merlin verlor auf den letzten 20m noch knapp eine Sekunde und kam mit 1:53,71min ins Ziel. Doch die Jungs sind zäh – und konzentrieren sich schon auf’s nächste Rennen.

Hatte es im 800m-Rennen keinen Tempomacher gegeben, gab es hingegen beim 1500m-Lauf im Vorprogramm des Meetings einen Pacemaker – und was für einen! Hauptstadtläufer Sebastian Dennis war noch am gleichen Tag in der Uni gewesen, nach den Vorlesungen mit dicken Skripten und Gesetzesbüchern nach Dessau gefahren, und heizte nun den 1500m Lauf an. Geschickt kontrollierte er als Tempomacher die Ungeduld einiger wilder Läufer bis zur 800m-Marke und konnte sich nach 1000m in seinen wohlverdienten Feierabend verabschieden.

Der 1500m-Lauf, in dem ich startete, wurde mit einiger Spannung erwartet. Besonders, weil ich bei der Pressekonferenz des Meetings vor einem Monat von einer möglichen Verbesserung des Stadionrekords von Haron Keitany gesprochen hatte. Stadionsprecher Wolf-Dieter Poschmann heizte das Publikum und die Läufer an. Drei Kenianer fühlten sich offensichtlich besonders angesprochen – und donnerten mit einem besonders ambitionierten Tempo die ersten 400m hinunter. Jonas Hamm war Tempomacher – von den Veranstaltern des Meetings bis 1100m engagiert. Doch er wurde überrascht und einfach überholt – obwohl er eigentlich an zweiter Position hinter dem ersten Tempomacher laufen sollte. Dieser eilte allerdings zusammen mit den drei Kenianern voraus.

Jonas Hamm gab sich alle Mühe, das Tempo gleichmäßig zu halten. An seiner Arbeit lag es also nicht, dass ich am Ende sowohl den Stadionrekord als auch die Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften in Daeugu verpasste. Vielmehr lag dies daran, dass die zweite Runde fünf Sekunden langsamer gelaufen wurde als die erste: Jonas Hamm ging nach 1100m aus dem Rennen. Ähnlich wie im 800m-Lauf wollte niemand die Führung übernehmen. Schließlich entschloss ich mich, den harten Weg zu gehen. Ich setzte mich an die Spitze und zog das Tempo hoch. In meinem Sog schleppte ich den Polen Bartosz Nowicki und den Österreicher Andreas Vojta mit. In meinem Windschatten sparte Nowicki Kräfte, die nutzte er dann auf der Zielgeraden: Er überholte mich – und gewannt mit 3:37,97min den Lauf. Mit 3:38,50min kam ich vor dem Österrreicher mit 3:38,55min ins Ziel. (Ergebnisse Leichtathletik.de)

Draußen zieht die Landschaft vorüber, bald ist die Zugfahrt beendet und die Hauptstadtläufer sind wieder in ihrer Hauptstadt. Doch eine Frage bleibt: Für wen sind die Qualifikationsnormen für die Weltmeisterschaften eigentlich gemacht? Nach dem Meeting in Dessau ist eines klar: Die hohe deutsche Norm dient vor allem den Läufern aller anderen europäischen Staaten. Denn sie garantiert, dass bei Deutschen Meetings ein hohes Tempo gelaufen wird. Zumindest dann, wenn eine Vize-Europameister verzweifelt vorwegläuft um seine Norm zu erreichen – und dabei alle anderen zu ihren viel niedrigeren Normen und neuen persönlichen Bestzeiten zieht.

Ansporteln für die Hauptstadtläufer

14. Mai 2011

image505439603.jpgZwei Meistertitel für die Hauptstadtläufer in einer Woche.

Am vergangenen Samstag konnte die erste Staffel der Hauptstadtläufer mit Micha Heidenreich, Johannes Riewe und Carsten Schlangen im idyllischen Vehlefanz unweit der Hauptstadt den Berlin- Brandenburgischen Titel über 3×1000m erlaufen. Die zweite Mannschaft mit Merlin Rose, Sebastian Dennis und Samalya Schäfer musste sich leider mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.

Merlin und Micha hatten auf der Startposition ein paar Meter Vorsprung erlaufen. Diesen konnten unsere Läufer Sebastian und Johannes auf den zweiten 1000m dann leider nicht halten. Mit leichtem Rückstand auf die führende Staffel vom LAC Quelle Fürth musste Carsten auf die abschließenden 1000m gehen. Souverän spielte er seine Erfahrungen, die ihn über Jahre des Leistungssports gemacht haben, aus und lief die Lücke zu dem ehemaligen Hauptstadtläufer Falko Zauber (jetzt in Diensten einer bayrischen Auswahl) zu und setzte auf den letzten 300m noch einen drauf. Carsten führte die LG Nord Berlin mit einem harten Schlussspurt bei starkem Gegenwind mit etwa drei Sekunden Vorsprung zum sicheren Sieg.

Wenige Tage später hatten Micha und Merlin den nächsten Staffeleinsatz bei den Berlin- Brandenburgischen 4×400m Meisterschaften in Potsdam. Auch auf der Kurzdistanz konnten sie sich den Titel mit David Vitzthum und Philipp Bahn sichern.

Gut gewappnet geht es an diesem Wochenende zum 4. LAC- Läufermeeting in Berlin wo sich die Hauptstadtläufer über 300m, 600m und 1 Meile mit der Konkurenz messen werden.

Stay tuned!

Das große Bibbern

15. April 2011

Seit Sonntag sind wir Hauptstadtläufer aus dem zweiwöchigen Trainingslager Portugal zurück in der Stadt, die unserer Gruppe den Namen gibt. Der Empfang, den uns die Hauptstadt Berlin bereitet, ist gelinde gesagt unterkühlt. Nach knapp vier Wochen in warmen Gefilden sind Dauerregen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt für uns kaum zu ertragen. Den Hauptstadtläufern ist kalt!

„Zum Glück hagelt es, dann wird man wenigstens nicht ganz so nass.” Carsten Schlangen beim Dauerlauf im Hagel

hauptstadtlaeufer_frieren-in-berlin

Alle Läufer haben das Trainingslager gut überstanden und zeigen aufsteigende Form.

Die gemeinsamen Tage im Trainingslager in Portugal fasst der ‘Neue’ (Samalya) für uns zusammen:

“Ein paar Sachen habe ich hier im Trainingslager gelernt:

  1. Eine schnelle 800m ist manchmal länger als man denkt. Besser nicht vor Carsten rennen, sondern lieber versuchen, irgendwie bei ihm dranzubleiben.
  2. Jonny Cash war eine Legende und sollte, genau wie Rolly, respektiert und geehrt werden!
  3. Bei Verfolgungen auf der  Crossstreke: Renn um dein Leben!
  4. Die innere Mitte findet man am besten bei einem Speiseeis.
  5. Ein Trainingslager ist No Joke aber dennoch gleichzeitig Fun.

Micha hat gelernt:

  1. Eine 500m und eine 300 mit kurzer Trabpause dazwischen sind eine 500m UND eine 300m mit Trabpause
  2. Auf einer schnellen 300m ist der sonst unverwüstbare Carsten noch verwundbar.

Carsten hat gelernt:

  1. Nach einem Tag Pause kann Micha sehr explosiv auf der Bahn sein.
  2. (… Meditation ist sowas ähnliches wie Laufen und ein Trainer ist sowas ähnliches wie ein Guru…)

Merlin hat gelernt:

  1. Manchmal lieber nicht aufs Navi hören.

Rolly hat gelernt:

Rolli ist eigentlich schon fast erleuchtet. Wenn er mit uns schimpft, spricht aus ihm die reine Liebe zu seinen Schützlingen.