Impressionen aus Südafrika
Samstag, März 20th, 2010Bilder aus dem Training
Bilder von unserer Freizeit
Bilder aus Stellenbosch
Bilder aus dem Training
Bilder von unserer Freizeit
Bilder aus Stellenbosch
Für daheimgebliebene Hauptstadtläufer wird es immer besonders schwierig, wenn eine Gruppe aus dem Trainingslager nicht nur mit Berichten über das tolle Wetter sondern auch mit jeder Menge neuer Insider heimkehrt. Dieses Mal möchten wir jegliche Insider vorab aus der Ferne erklären.
Viel Spaß beim lesen.
Fotos von Falko Zauber, Merlin Rose und Carsten Schlangen.
Während der Großteil der Hauptstadtläufer im heimischen Berlin dem Ausklang des Winters trotzt, sitzen wir als kleine Auswahl nach Abschluß der letzten Trainingseinheit auf der Terrasse in Stellenbosch und überlegen, welche der vielen Eindrücke aus den zwei Trainingswochen die interessantesten sein könnten…
Ein ordentliches Pensum an Trainingseinheiten liegt nun hinter uns – UND – vor uns. Denn bereits am Donnerstag beginnt das nächste Trainingslager in Portugal. Aus diesem Grund haben wir in Südafrika vor Allem an unserer Ausdauer gefeilt und die ausgezeichneten Trainingsbedingungen vor Ort genutzt – und damit meinen wir nicht nur das Wetter mit durchgängigem Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen.
Viele lange Läufe durch stark profiliertes Gelände und ausgedehnte Fahrtspiele auf weichem, teppichartigen Rasen der nicht enden wollenden Rugbyfelder der Universität von Stellenbosch haben uns nun die nötige Grundlage für weitere Tempoläufe geliefert.
Ganz ohne “Laktatspritzen” ging es aber auch in Südafrika nicht. Unser Trainer Prof. Dr. Roland Wolff ließ Tempoläufe vor Allem auf der 400m Rasenbahn stattfinden. Gelenkschonend – aber vor Allem frustrierend anstrengend. An normale Durchgangszeiten war nicht zu denken…

Zur Abwechslung sind wir wie im letzten Jahr immer wieder auch auf den 10km von Stellenbosch entfernten Nationalpark Jonkershoek ausgewichen.
Allerdings durften wir erst beim dritten Besuch des Parks tatsächlich dort laufen, denn die verheerenden Waldbrände
der zurückliegenden Wochen, die auch einen Großteil der Waldflächen in und um Stellenbosch vernichtet hatten, ließen einen Eintritt nicht zu.
Teilweise war der Hauptweg des Parks durch die Forstarbeiten gesperrt. Wir waren dadurch gezwungen, andere Wege zu finden… und wir haben viele sehr anspruchsvolle Ausweichwege gefunden.
Wir hoffen, dass der landschaftlich sehr reizvolle Park schnell wieder in seinen Ursprungszustand gelangt. Hoffnung darauf machen bereits die ersten Triebe, die wir in der Nähe eines Bachs entdeckt haben.
Die Stimmung im Trainingslager war ausgesprochen gut. Es gab trotz “gelegentlichem Siechtums” in den ganzen zwei Wochen keinen einzigen Trainingslagerkoller. Vermutlich war unsere ausgewogen geplante Freizeit schuld daran.
Im letzten Jahr hatte Carsten den Tafelberg erfolgreich mit einigen anderen Hauptstadtläufern bestiegen. Aus diesem Grund führte er nun Merlin und Falko an einem trainingsfreien Nachmittag auf gleichem Pfad auf das etwa 1000m hohe Plateau über Kapstadt.
Der Aufstieg von der Westseite über den Platteklip Gorge wurde in etwa 50min bewältigt – also etwa 5min schneller als im letzten Jahr!
Uns bot sich während des Aufstiegs ein grandioser Ausblick auf Kapstadt. Je weiter wir allerdings dem Ziel kamen, wurde es zunehmend windiger und nebliger. Als wir schließlich oben auf dem Plateau angelangt waren, hatte sich das “Tafeltuch” bereits komplett über den Berg gelegt. Wir konnten nichts mehr sehen – nur Hören konnten wir noch die Nebelsirene, die uns aufforderte unverzüglich die letzte Seilbahn nach Unten zu nehmen.
Einer der größten Highlights des Trainingslager war der Besuch des Weinguts Dieu Donné. Ein Sonnenuntergang lässt sich vermutlich nirgendwo schöner und vor Allem stilvoller erleben, als auf der über dem Tal von Franschhoek gelegenen Sonnenterrasse des Weinguts. Die Speisen und Weine sind ausgezeichnet. Ebenfalls sehr schön war das Picknick auf dem Weingut Boschendal.
“Also nee, Pinguine müssen größer mit rein!
Sind ja große Spatzen! – also meine Freunde.”
Prof. Dr. Roland Wolff
Girls dancing on stage get free drinks tonight! …but not Falko! He just gets problems with the security guy.
Hauptstadtläufer vereinigt Euch – Am Donnerstag gehts in Portugal weiter mit dem Training!
Die Redaktion
Die „Hauptstadtläufer” um die Berliner Carsten Schlangen und Franek Haschke haben sich mit ihrem Trainer Professor Roland Wolff im südafrikanischen Stellenbosch auf die Olympia-Saison vorbereitet. Neben dem Trainingsgelände erlebten die Läufer auch den harten Alltag mancher Südafrikaner kennen. Sie besuchten ein Hilfsprojekt in einem Township bei Kapstadt.
Moritz Höft, Franek Haschke, Carsten Schlangen, Norbert Löwa und Jonas Stifel von der LG Nord Berlin genossen bei 25 bis 30 Grad optimale Trainingsbedingungen in dem Universitätsstädtchen etwa 50 Kilometer entfernt von Kapstadt. „Das Trainingsangebot war schon spektakulär”, blickt Carsten Schlangen zurück. „Auf dem Uni-Gelände gab es sowohl eine normale Bahn als auch eine Rasenbahn. Außerdem lagen mehrere Rugby-Felder nebeneinander. Wenn man da einmal drum herum gelaufen ist, hat man etwa 20 Minuten gebraucht.”
Wie viele deutsche Leichtathleten haben sich fünf Hauptstadtläufer mit ihrem Trainer Prof. Dr. Roland Wolff im südafrikanischen Stellenbosch auf die Olympia-Saison vorbereitet. Neben dem Trainingsgelände erlebten die Läufer aber auch den harten Alltag mancher Südafrikaner. Sie besuchten ein Hilfsprojekt in einem Township von Kapstadt.
Moritz Höft, Franek Haschke, Carsten Schlangen, Norbert Löwa und Jonas Stifel genossen bei 25 bis 35 Grad optimale Trainingsbedingungen in dem Universitätsstädtchen etwa 50 Kilometer entfernt von Kapstadt. „Das Trainingsangebot war schon spektakulär“, blickt Carsten Schlangen zurück. „Auf dem Uni-Gelände gab es sowohl eine normale Bahn als auch eine Rasenbahn. Außerdem lagen mehrere Rugby-Felder nebeneinander. Wenn man da einmal drum herum gelaufen ist, hat man etwa 20 Minuten gebraucht.“
Aber auch andere Orte wurden für abwechslungsreiches Training genutzt. Morgendliche Dauerläufe wurden schon mal auf einer anspruchsvollen 10-Kilometer-Runde durch den Nationalpark Jonkershoek absolviert. Und der Tafelberg wurde nicht – wie es die meisten Touristen vorziehen – mit der Gondel erklommen. Muskelkraft hieß der Schlüssel zum Erfolg beim Aufstieg zu Fuß. In 55 Minuten wurde dabei sogar die für fortgeschrittene Bergsteiger angegeben Zeit von einer Stunde unterboten. Insgesamt standen an 13 Tagen 26 Trainingseinheiten auf dem Programm.