Training in der ‘Schweiz’
Dienstag, Mai 18th, 2010Wir Hauptstadtläufer haben das verlängerte Himmelfahrts-Wochenende genutzt, um uns für die anstehenden Wettkämpfe in Dessau, Baunatal und Cuxhaven in Form zu bringen. Dazu reisten Sebastian Dennis, Carsten Schlangen, Lars Kröger und Roland Wolff nach Malente.
Malente???
Bevor wir am Dienstag letzter Woche aufgebrochen sind, wurde uns eine Frage immer wieder gestellt: Wo liegt Malente?
Einige Hauptstadtläufer haben sich den Spaß erlaubt und diese Frage nicht gleich aufgelöst, sondern vom Geographie-Unwissenden eine Schätzung eingefordert. Ähnlich den Trainingsfrei-Fragen unseres Trainers Roland Wolff haben wir uns in den falschen Antworten gesonnt.
Nein, Malente liegt weder in Italien, noch ist Malente eine kanarische Insel…sondern ein kleiner Ort in der malerischen Landschaft der ‘Holsteinischen Schweiz’.
1974 und 1990 bereiteten sich hier unsere ranghöchsten Kicker auf die Weltmeisterschaften vor und errangen getrieben vom ‘Geist von Malente’ zweimal den WM-Titel.
Der Sport hat sich verändert – vor Allem der Fussball. Malente scheint zu hart zu sein für die verwöhnten Kicker… Zugegeben, das Wetter war hart zu uns Hauptstadtläufern – dafür der Waldboden umso weicher. Wir haben den Wald und das profilierte Gelände für einige schnelle Fahrtspiele genutzt. Auf der alten Aschebahn und auf der neu angelegten Tartanbahn wurden die Trainings-Klassiker von Roland Wolff gelaufen.
Heimat
Einen ganz anderen Grund nach Malente zu reisen hatte Roland Wolff. Der gebürtige Sielbecker erkundete intensiv seine Geburtsheimat mit dem Leihfahrrad und sprach mit Einheimischen über die Geschichte von Sielbeck.
Ferne
Merlin Rose nutzte seinen Studienaufenthalt in Paris – und das bessere Wetter – um intensiv zu studieren und zu trainieren.
Wir Hauptstadtläufer freuen uns jetzt auf die Sommersaison.


Aus Trainingszwecken liefen Carsten und Sebastian eine Stunde später die klassische Meile. Carsten konnte den zweiten Sieg der Hauptstadtläufer an diesem Tag erlaufen. Wenig später belegte Merlin in 36,66 Sekunden abschließend einen zweiten Platz über 300m.
So wurde für das Rennen extra ein Tempomacher aus der eigenen Trainingsgruppe gestellt, der für Johannes und seinen Teamkameraden Koen Vandermarliere die ersten 1000m in 2:32 min. absolvieren sollte. Leider ließ sich Johannes direkt nach dem Start auf der Innenbahn einkeilen und der Zug samt Tempomacher lief ohne ihn davon. Nach kraftraubender Aufholjagd konnte Johannes zwar bei 1000m und einer Zwischenzeit von 2:34 min. aufschließen, hatte dann aber auf den letzten 500m nichts mehr zuzusetzen und musste sich auf die Verteidigung des dritten Platzes beschränken. Mit einer – angesichts dieser Renngestaltung – noch akzeptablen Zeit von 3:57 min. konnte Johannes wie bei den Universitären Crosslaufmeisterschaften im November eine Bronzemedaille auf Belgischem Terrain für die Katholische Universität Leuven gewinnen. Leider konnte er die Möglichkeit auf eine gute Zeit im Windschatten der beiden Erstplatzierten (Platz 1 für Ali Hamdi in 3:48 und Platz 2 für Koen Vandermarliere in 3:50 min.) nicht nutzen.