Und plötzlich standen Fotografen auf der Bahn…

27. Februar 2011

Es war ein kurioses 1500m-Finale bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig. So viel steht fest. Wie es aber genau zu diesem Rennverlauf und dessen Ergebnis kam wird wohl leider ungeklärt bleiben.

Zu Beginn des Rennens wurde lange gebummelt. Es gab einige kleinere und größere Stolperer. Einige Runden vor Schluss – der genaue Abstand zum Ziel kann zur Zeit leider nicht benannt werden – startete Carsten einen sehr harten Sprint. Er hatte darauf gewartet, dass Christoph Lohse etwas eingekeilt war. Carsten riss sofort eine kleine Lücke. Doch dann nahm er eine Runde später plötzlich die Fahrt aus dem Sprint und ließ seine Konkurrenten wieder herankommen.

Carsten ließ Christoph Lohse die Führumg machen und heftete sich an seine Fersen. Florian Orth rannte auf der Zielgeraden vorbei und riss die Arme hoch. Carsten ließ, zu dem Zeitpunkt auf der zweiten Position laufend, frustriert austrudeln. Er war überzeugt, dass nach dem Zielstrich noch eine Runde zu laufen war.

Ich hatte mich hinter Florian geheftet und dachte: alles klar, jetzt geht es auf die letzte Runde…und dann standen plötzlich die Fotografen im Zielbereich und Florian riss die Arme hoch. Bitter! Wie es dazu kam, kann ich leider nicht mehr genau sagen. Die Rundenanzeigen und Lautsprecherdurchsagen waren irritierend. Es ist leider nicht das erste Mal, dass mir das hier passiert ist. Ich freue mich sehr für Florian Orth. Der junge Läufer wird jetzt sicherlich mehr beachtet werden und Christoph und mich mit nach Paris begleiten. Es ist gut, wenn solche jungen Läufer nachkommen. (Carsten nach seinem enttäuschenden Lauf)

Wartezeit

27. Februar 2011

Was macht ein Athlet wie Carsten Schlangen zwischen Vor- und Endlauf? Und wie bereitet er sich auf die grosse Schlacht vor?

Die Antwort ist recht simpel: durch gnadenlosen Zeitvertreib.

Besonders effektiv in punkto Zeivertreib ist die Nahrungsaufnahme. Immer wieder gibt es Gelegenheiten, um dem Körper etwas Gutes zu tun. Leider kommt aber immer mal wieder etwas Aufregung dazwischen, so dass das Essen dann nicht ganz so leicht fällt.

Dann konzentriert sich ein Athlet wie Carsten auf die psychologische Kampfführung. Sehr effektiv und bewährt ist der SMS-Kampf. Dabei wird beispielsweise die Favoritenrolle dem Gegenüber zugesprochen. Favorit will wirklich niemand sein.

Bei den Hauptstadtläufern haben sich als zusätzliche Zeitvertreibs-Optionen Kino- und Spaziergänge etabliert. An diesem Wochenende gab es wohl keinen Fleck der Leipziger Innenstadt, der von Carsten und unserem Trainer Roland Wolff unerkundet blieb. Als Film diente ein unterhaltsamer Western mit für unseren Trainer und gleichzeitig Mediziner interessanten Spontanoperationen.

Wenn nach all diesen Tätigkeiten dann noch etwas Zeit bleibt wird gebloggt. Übrigens auch ein Teil psychologischer Kriegsführung: denn wer so locker ist, dass er im Auto zur Halle noch flott einen Artikel schreibt, der muss wirklich gut drauf sein…

Carsten gewinnt seinen Vorlauf

26. Februar 2011

Früh am Morgen um 10:20 stand für Carsten der Vorlauf über die 1500m an. Der Uhrzeit entsprechend gestalteten sich die zwei Vorläufe sehr langsam. In beiden Läufen wurde gnadenlos gebummelt.

Im ersten Lauf setzte sich Christoph Lohse an die Spitze des Feldes und hielt bis ins Ziel diese Position. In diesem ersten Lauf war es zu einem unglücklichen Sturz gekommen. Carsten, der im zweiten Vorlauf startete, lies es daher am Start recht ruhig angehen und hielt sich aus dem Gerangel raus. Er arbeitete sich über mehrere Runden nach vorn und setzte 300m vor dem Ziel einen kleinen Zwischenspurt. Nach dem Spurt konnte Carsten kontrolliert als Führender ins Ziel laufen.

Wir sind gespannt, wie es morgen weitergeht.

Gleich gehts los!

26. Februar 2011

Nach einem hervorragenden Frühstück geht es nun in die Arena Leipzig. Ich hoffe, dass diese ‘spätrömische Dekadenz’ mir gleich nicht auf die Füße fällt. Der Vorlauf wird sicherlich hart werden – denn es ist ja noch so früh morgens.

Ich hoffe, dass einige Fans der Hauptstadtläufer den Live-Stream von Leichtathletik-TV trotz der frühen Stunde verfolgen und die Daumen drücken. Liebe Grüße auch an die Hauptstadtläufer, die in Berlin geblieben sind.

Carsten aus Leipzig

DM verspricht Spannung

25. Februar 2011

An diesem Wochenende läuft Carsten als einziger Vertreter der Hauptstadtläufer und leider auch als einziger Vertreter der LG Nord Berlin bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig.

Carsten startet in diesem Jahr auf seiner Paradestrecke – den 1500m. Das Finale am Sonntag verspricht Spannung. Christoph Lohse und Florian Orth zeigten sich in Höchstform und die Saisonbestleistungen liegen eng beieinander.

Wir Hauptstadtläufer in Berlin drücken Carsten die Daumen und wünschen ihm einen positiven Rückenwind für die Hallen-Europameisterschaften in Paris.

Go Carsten!

Sieht so ein zufriedener Coach aus?

21. Februar 2011

Unser Coach Roland Wolff gilt als kritischer Zeitgenosse. Der Kinofilm, den wir Hauptstadtläufer uns am Vorabend der Deutschen Staffelmeisterschaften in Leverkusen zur Ablenkung ausgesucht hatten, genügte beispielsweise seinen Ansprüchen nicht. Selbst der große körperliche Einsatz des Hauptdarstellers mit Verlust des Unterarms konnte ihn nicht umstimmen. Roland Wolff stellte nach dem Film klar, dass ihn allein der erste Platz bei den Deutschen Staffelmeisterschaften gnädig stimmen könne…

Merlin Rose ging aufgrund der hoch angesetzten Aufgabenstellung und der einjährigen Abstinenz von den Deutschen Staffelmeisterschaften mit einer gehörigen Portion Nervosität an den Start. Er musste alles geben, um hinterher nicht in die Kritik unseres Coaches zu geraten.

Merlin meisterte die ihm gestellte Aufgabe als Startläufer hervorragend. Gleich zu Beginn lief er an einer vorderen Position im Feld. Er hielt diese Position nicht nur, sondern startet 300m vor der Übergabe eine Attacke. Merlin enteilte dem Feld kurzzeitig, büßte den erlaufenen Vorsprung aber leider kurz vor der Übergabe wieder ein. Gemeinsam mit der Staffel des TV Wattenscheid 01 übergab er den Staffelstab an unseren zweiten Läufer Johannes Riewe.

Johannes lieferte ebenfalls ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis ab. Mit einer rausgestoppten Einzelzeit von 2:27min lief er eine persönliche Hallen-Staffel-Bestzeit. Dumm nur, dass Christian Glatting vom TV Wattenscheid 01 auch ein sehr starkes und leider noch etwas schnelleres Rennen ablieferte. Johannes übergab mit einigen Sekunden Rückstand auf die vorn laufenden Wattenscheider. Kurz vor der Übergabe liefen die Staffeln des ASV Köln und des SC Magdeburg an ihm vorbei.

Carsten startete an der vierten Position auf die abschließenden 1000m. Schnell war klar, Christoph Lohse aus Wattenscheid konnte er nicht mehr einholen. Carsten konzentrierte sich deshalb darauf, die kurz vor ihm laufenden Staffeln des ASV Köln und des SC Magdeburg

einzuholen. Von Hinten hatte sich auch Sebastian Keiner vom LAC Erfurt mit einem beachtlichen Anfangsspurt an seine Versen geheftet.

Carsten war gezwungen, ein hohes Tempo zu laufen, um dem Verfolger nicht zu große Schlußspurtchancen zu geben. Nach etwa 500m passierte er die zwei vor ihm liegenden Staffeln. Den Silberrang galt es lange zu verteidigen, denn die gegnerischen Staffeln liefen bis kurz vor dem Schlußspurt von Carsten in seinem Windschatten…

Wir Hauptstadtläufer freuen uns sehr über unseren Vizetitel und die Wiedererstarkung des Teams. Mit Micha Heidenreich, der am Wochenende noch als Ersatzläufer eingesetzt wurde blicken wir optimistisch auf den nächsten Staffeleinsatz.

Roland Wolff gab sich fast zufrieden und mußte einräumen, dass die Mannschaft der Wattenscheider um Christoph Lohse am vergangenen Wochenende noch nicht zu schlagen war.

Bei den an diesem Wochenende stattfindenden Deutschen Meisterschaften in Leipzig entscheidet jedoch nicht so sehr die Teamstärke sondern die Stärke des einzelnen Läufers über den Ausgang des Rennens. Wir werden sehen, wie es ‘läuft’…

Video Deutsche Staffelmeisterschaften Halle Leverkusen

21. Februar 2011

Videos von den Berlin-Brandenburgischen Hallenmeisterschaften 2011

25. Januar 2011
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